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Neuigkeiten
11.04.2020, 09:00 Uhr | Oliver Sieke
Ein etwas anderer Ostergru▀ in besonderen Zeiten...

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Parteifreunde,

das Corona-Virus hat uns fest im Griff. Das höchste christliche Fest steht im Zeichen einer Pandemie. Wir sind Überfluss gewohnt und plötzlich mangelt es an den einfachsten Dingen. Wir sehen lange Schlangen vor den Supermärkten, können uns nicht mehr in dem Maße bewegen, wie es uns unsere Verfassung zusichert und müssen erkennen, dass unsere Gesellschaft, die wir vor ein paar Wochen noch ganz anders kannten, so verletzlich ist. Wir haben Sorge vor Arbeitsplatzverlust. Diejenigen, die den Krieg oder die Zeit danach noch erlebt haben, erzählen uns von den Zeiten des Mangels und ziehen Vergleich zum Heute und Jetzt. Wir erfahren plötzlich Zukunftsangst.

Alle Pläne sind kräftig durcheinandergewirbelt. Die neue Situation setzt unsere Gesellschaft und auch die CDU einem Stresstest aus, wie die Jüngeren von uns ihn noch nicht erlebt haben. Deshalb erzeugt die Situation Unsicherheit und manchmal Panik. Aber Panik ist kein guter Berater für die Zukunft, sondern Besonnenheit, Weit­sicht und Solidarität.

Dass die Gesellschaft zum Stillstand kommt, hat für viele von uns unangenehme Folgen. Diese zwangsweise Entschleunigung gibt uns aber auch Gelegenheit, wieder einmal darüber nach­zudenken, was eigentlich in unserem Miteinander zählt und wichtig ist.

Der Satz „es wird eine Zeit nach der Pandemie geben“ ist nicht nur häufig gebraucht, er ist auch höchst richtig. Ich bin überzeugt, dass wir als Gesellschaft in Deutschland und Europa sicherlich die besten Voraussetzungen haben, diese harte Zeit zu überstehen. Und wir werden dann gestärkt aus dieser Krise hervorgehen, wenn wir nicht gleich wieder zur Tagesordnung über­gehen, sondern die richtigen Schlüsse ziehen.

Überfluss und Verschwendung, Globalisierung und Raubbau an der Natur – wir müssen erkennen, dass das leider wir sind. Die Bibel hält viele Abschnitte für uns bereit, die uns als Gleichnis für die jetzige Situation dienen könnten. Wir müssen sehen, dass wir nach Corona etwas ändern müssen. Mein Credo ist: Von allem nur ein bisschen weniger und das Weniger wird dem Einzelnen gar nicht auffallen. Die Anzahl derjenigen, die daran teilnehmen, ist der Hebel. Machen viele mit, ist der Effekt groß. Es ist messbar, wie die Welt und die Natur durch diese aufgezwungene Entschleunigung zur Ruhe gekommen ist. Wir sollten uns ein Stückchen Ent­schleunigung für die Zukunft bewahren.

Auch das politische Leben in Burgdorf ist dem Stillstand nahe. In den vergangenen Wochen fanden ausnahmslos keine Gremiensitzungen statt. Lediglich die Fraktionsvorsitzenden haben in Telefonkonferenzen das Nötigste mit der Spitze der Stadtverwaltung besprochen. Und auch wir als CDU Burgdorf stehen durch das Kontaktverbot fast still.

Sobald wir wieder Luft zur Kommunikation innerhalb unserer Gremien bekommen, werden wir wieder anfangen zu arbeiten – sicherlich aber unter Berücksichtigung der Lehren, die wir aus dieser Lebenserfahrung gezogen haben.

Dann konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Themen, liegt doch beispielsweise eine wichtige Kommunalwahl 2021 vor uns, die es bald vorzubereiten gilt. Es gibt genug zu tun, natürlich gemeinsam im kooperativen Dialog.

Dankbar sind wir allen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten. Mitfühlend sind wir mit allen, die gesundheitlich durch eine schwere Zeit gehen. Hoffnungsvoll sind wir, wenn wir an die Zukunft denken.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Osterfest! Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Ihr
Oliver Sieke

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aktualisiert von Oliver Sieke, 11.04.2020, 17:14 Uhr